Wärest du ein Superheld, welcher wäre es?

Mein Monatsrückblick im Januar 2018: Das war also der erste Monat des Jahres. Krass, war der herausfordernd. Aber auch einfach so schön. Nachdem ich während einiger Urlaubstage in Wien frische Inspirationen sammeln und über Silvester den Kopf ein bisschen entspannen konnte, startete das Jahr ganz sachte. Dann aber zog es mit dreizehn neuen Projekten in eben den einunddreißig  Tagen kräftig und intensiv an. Ich bin komplett ausgebucht, auf Wochen. Das hatte ich tatsächlich noch nie. Könnte das Jahr besser starten?

Um eine vorsichtige Prognose zu wagen, glaube ich, dass dieses Jahr noch besser als das letzte wird. Obwohl es schwer sein wird, jenes zu toppen. Es war wirklich viel passiert. Doch mit diversen Events in der ersten Jahreshälfte, auf denen ich sein werde, und mit neuen Kunden und weiterhin spannend-ganzheitlichen Projekten im Rücken habe ich ein sehr gutes Gefühl. Ich werde es genießen und Gas geben.

Batman oder Joker?

Was hat es nun mit der Einstiegsfrage auf sich? Superhelden? Batman? Joker? – Das Jahr war noch relativ frisch, als ich eine Nachricht von einer Dialogmarketingagentur aus Hamburg rein bekam. Die wollte mich gern zum Interview einladen. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt, ging zum Interview zu den Communicators und hatte das wahrscheinlich coolste “Bewerbungsgespräch” überhaupt. Anstelle des typischen “Dann erzähle mal was über dich”, sollte ich Zahlen nennen und wurde mit dahinterstehenden Fragen konfrontiert, die dann zu beantworten waren.

Ganz ehrlich, das sollte jede Firma so machen. Fast immer geht so ein Gespräch doch total langweilig mit der Aufforderung los, dass man etwas über sich selbst erzählen soll. Ich persönlich weiß bei sowas immer gar nicht, was ich erzählen soll. Außer dass ich seit 4,5 Jahren als Texter arbeite, einen Themenschwerpunkt im Bereich Finanzen habe und sowohl redaktionelle Beiträge, als auch emotionale Werbetexte schreibe. In diesem Gespräch bekam ich also die Frage gestellt, welcher Superheld ich wäre und warum.

Das Problem war nur, dass ich Superhelden grundsätzlich doof finde. Ich hätte natürlich Batman sagen können. Stattdessen entschied ich mich für den Joker. Mit der Begründung, dass es eigentlich immer die Antihelden sind, die mir in Erinnerung bleiben und die mich faszinieren. Sie sind allen einen Schritt voraus, haben ein erinnerungsträchtiges Auftreten. Gewissermaßen sind sie dadurch selbst auch in irgendeiner Form ein Superheld…

Darf man das überhaupt sagen?

Im selben Moment, wie ich darüber philosophierte, fragte ich mich dann, ob man das eigentlich sagen dürfte. Schließlich sitzt man in einem Interview, die Leute wollen theoretisch mit einem zusammenarbeiten. Und dann nennt man den Joker, dessen Rolle man sich gut vorstellen könnte. Ausgerechnet den Charakter, den im Film alle hassen sollen. But that’s me. Sie haben mir eine Frage gestellt und ich habe geantwortet, was ich dazu denke. Ich war ehrlich und habe mich nicht verstellt, um den Leuten zu gefallen oder so etwas. Viele verstellen sich, suchen sich vorab die Antworten, die Personalmanager hören möchten. Habe ich bei meinem ersten Bewerbungsgespräch für die Ausbildung auch so gemacht.

Aber am Ende bleibt doch genau so etwas im Gedächtnis. Wenn da jemand sitzt und sein bisheriges Leben mit dem Filmtitel “Transformers” beschreibt. War auch nicht gelogen. Bis zum Realschulabschluss war ich sehr in mich gekehrt und ein Einzelgänger. Als ich dann auf dem Gymnasium weitermachte, habe ich mich gewissermaßen tatsächlich dahin transformiert, wo ich heute bin. Dass das in dem Moment so gut passte, war aber Zufall. Ich habe eigentlich nur intuitiv einen meiner Lieblingsfilme genannt. Im klaren Wissen, dass “Titanic” an der Stelle wirklich nicht angebracht gewesen wäre.

Die Zusammenarbeit ist am Ende dann übrigens noch während des Gesprächs zustande gekommen und hat mir eins der dreizehn Projekte im Januar beschert. Mit einer ganz neuen Erfahrung, denn erstmals durfte ich bei einem offiziellen Agentur-Kunden-Meeting dabei sein. Für den nächsten Monat steht nun das größte Projekt jemals auf dem Plan. Ich bin sehr gespannt und werde in genau einem Monat im Monatsrückblick darüber berichten 🙂